TV Schweinheim 1885 e. V.

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Zukunftsweisende Beschlüsse, Ehrung treuer Mitglieder und kreative Beteiligungskultur bei der Hauptversammlung des TVS

Am 29. März 2019 eröffnete der stellvertretende Vorsitzende Markus Stein die ordentliche Jahreshauptversammlung des größten Vereins in Schweinheim. Turnusgemäß berichtete der Vorstand den Mitgliedern die Rechenschaft. So wurden neben zwei beschlossenen Satzungsänderungen auch die Mitgliedsbeiträge leicht angepasst. Für die pauschale Vereinsförderung vom Freistaat Bayern und der Stadt Aschaffenburg erforderlichen Mindestbeiträge wurden nur knapp erreicht. Damit die Förderung in Zukunft nicht gefährdet ist, wurde von der Mitgliederversammlung eine geringfügige Beitragserhöhung beschlossen. Auch die kulturellen Veranstaltungen, wie das anstehende Maifest, das Sonnenwendfeuer und die Adventfeier im Dezember wurden angekündigt. Zwei neue kulturelle Highlights sind hinzugekommen: der Schwoijer Rosenmontag und der große Hallenflohmarkt, der am 6. April zum ersten Mal durchgeführt wird.

200 neue Mitglieder in zwei Jahren

Thorsten Schulte (Stellv. Vorsitzender) stellte die Mitgliederentwicklung nach Altersklassen und Abteilungszugehörigkeit vor. Insgesamt ist ein Zuwachs von 200 neuen Mitglieder zu verzeichnen. „Ein Zuwachs, der vor allem bei den ganz jungen zu verzeichnen ist“, erfreute sich Schulte. „Das haben wir durch den kontinuierlichen Aufbau der Fußball-Jugend zu verdanken“, führte er weiter aus.

Vereinsfahne restauriert und 125 Jahre alte Fahne gefunden

Heinz Fäth, der Fähnrich des Vereins, präsentierte die frisch restaurierte Fahne aus dem Jahr 1955. Markus Stein berichtete von einem Fundstück aus dem Jahre 1894. Die erste Fahne des Vereins wurde in den Katakomben bei Aufräumarbeiten gefunden. „Er räumte ein, dass eine Restaurierung der Fahne aus wirtschaftlichen Gründen nicht rentabel sei. Sie solle stattdessen in Glasscheiben konserviert und zum diesjährigen Fahnenjubiläum ausgestellt werden“, kündigte er weiter an. Des Weiteren wurde über den allgemeinen Sportbetrieb berichtet. Die Berichte aus den einzelnen Abteilungen zeigten auf, wie breit und erfolgreich der Traditionsverein insgesamt aufgestellt ist.

Von den Kassenprüfern wurde der Hauptkassiererin Andrea Knauft eine sehr ordentliche Finanzbuchhaltung bescheinigt. Andrea gab sich in ihrem Bericht erleichtert: “Im Vergleich zu 2017 stehen wir finanziell besser da, obwohl wir hohe Aufwendungen, vor allem durch die Renovierung der Gaststätte hatten.“ Danach wurden die Kassiererin und der komplette Vorstand einstimmig entlastet.

„Alte Turnhalle“ muss saniert werden

Der Geschäftsführer Eric Leiderer berichtete über die vereinseigene Gaststätte und der Turnhallenvermietungen. Durch die Mehr-Einnahmen der gestiegenen Vermietungszahlen, konnten zwar kleinere Renovierungen durchgeführt werden, aber insgesamt sei die Halle in einem desolaten Zustand. Vor allem, was den energetischen Bereich angeht. „Um die Halle auch langfristig zu erhalten, muss eine Art „Kernsanierung“ erfolgen“, stellte Leiderer fest. Allerdings fehlen hierzu erhebliche Finanzmittel. Zuschüsse von der Stadt und des BLSV erhält der Turnverein nur, wenn ca. ein Drittel finanzielle Eigenmittel zur Verfügung stehen. Nach ausführlicher Diskussion wurde der Beschlusstext angepasst. Die Mitgliederversammlung entschied sich, mit nur einer Gegenstimme, einen Teilbereich (max. 50%) der alten Tennisplätze zu verkaufen. Allerdings zu klaren Bedingungen. Der Verkauf soll zu marktüblichen Preisen für Bauland im Stadtteil Schweinheim erfolgen und eine Wohnbebauung ausschließen. Sollte das nicht gewährleistet sein, wird nicht verkauft, stellte Leiderer klar. Derzeit gibt es zwei ernst zu nehmende Interessenten. Dieses Projekt wird der Vorstand mit aller Ruhe und Besonnenheit angehen und die Mitglieder vor einer Entscheidung informieren.

Eine erfreuliche Entwicklung hingegen, nimmt unsere Vereinsgaststätte „Zwölf Götter“, gab Leiderer zu Protokoll. Das griechische Restaurant hat sich zu einer festen Größe, weit über die Grenzen Schweinheims etabliert.

Treue Mitglieder wurden geehrt

Mitgliederehrung beim TV Schweinheim in der Mitgliederversammlung 2019

Aneta Schmidt und Brigitte Specht wurden für zehn Jahre aktive Übungsleiterinnen gedankt. Mit dem silbernen Vereinsabzeichen wurden Barbara Preuß, Gerlinde Schadler, Margarete Suffel, Matthias Belz, Ralph Birk, Harald Deckert, Christoph Hartmann, Franz Hettinger, Stefan Immerschitt und Christian Schachner für die 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Mit dem goldenen Vereinsabzeichen wurden Dagmar Amersbach, Aloisia Deckert, Rudolph Becker, Jürgen Elbert, Armin Haschert und Herbert Roth ausgezeichnet. Des Weiteren wurden Irmgard und Robert Bahmer zusätzlich mit der Ehrennadel „50-Jahre Mitgliedschaft“ vom BLSV geehrt.

Für 80-jährige Mitgliedschaft geehrt

Josef Syndikus wurde für die 80-jährige Mitgliedschaft beim TVS geehrt. Zu diesem Anlass gratulierte ihm auch die Kreisvorsitzende des BLSV Alexandra Krohnen, die der Mitgliederversammlung beiwohnte. Josefs erste Teilnahme an einem Gauturnfest war in Damm. Bei der Eingemeindung von Schweinheim zur Stadt Aschaffenburg, turne er bereits 1939 in der TV Turnhalle. Mit 90 Jahre bestritt er im Jahre 2014 seinen vorläufig letzten Wettkampf. Mit viel Respekt und Anerkennung wurde das Ehrenmitglied von der Versammlung gefeiert.

Demokratische Prozesse beim TVS

Dass die Jahreshauptversammlung auch ein Raum der kreativen Gestaltung und Mitbestimmung sein kann, hat sich an mehreren Stellen gezeigt. So wurde beispielsweise von eine neue Mitgliedschaftsform für „Elternteil mit Kind“ aus der Versammlung heraus eingefordert und so beschlossen. Auch der Verkauf eines Grundstückteils der alten Tennisplätze wurde durch eine Änderung in der Beschlussfassung, durch die Mitgliederversammlung beschlossen.